Kategorie: Allgemein

Fragen & Antworten

Hier finden Sie alle häufig gestellten Fragen & Antworten, die wir für Sie bereitgestellt haben.

Für gewerbliche Kunden gilt eine dreijährige TBK-Garantie auf HAKKO-Produkte, die über TBK bezogen wurden. Zubehör und Verbrauchsmaterialien sind davon ausgenommen. Diese freiwillige Garantieleistung gilt nicht automatisch für Geräte aus anderen Vertriebswegen und ergänzt die gesetzlichen Mängelrechte. Für die gesetzliche Mängelhaftung gelten die TBK-Lieferbedingungen; dort sind grundsätzlich 24 Monate ab Lieferung beziehungsweise ab einer erforderlichen Abnahme vorgesehen. Bewahren Sie Kaufbeleg, Produktbezeichnung und Seriennummer auf, damit Garantieumfang und Abwicklung für das konkrete Gerät eindeutig geprüft werden können.

Ein Lötroboter wird nicht ab einer festen Stückzahl wirtschaftlich, sondern bei wiederkehrenden Lötaufgaben mit stabilen Prozessbedingungen. Geeignet sind reproduzierbare Lötpunkte, definierte Bauteillagen und ein kollisionsfreier Zugang für Lötspitze und Lotdraht. Weniger geeignet sind Einzelstücke, häufig wechselnde Varianten, unfixierte Leitungen oder Prozesse mit vielen Ausnahmen. Vor der Investition empfiehlt sich ein Pilotversuch mit realen Baugruppen. Dabei werden Zykluszeit, Lötqualität, Nacharbeit, Programmwechsel, Störungen und Wartungsaufwand gemessen. Entscheidend ist, ob der stabile Nutzen Integrations-, Vorrichtungs- und Betriebskosten rechtfertigt.

Bleihaltiges und bleifreies Lot unterscheiden sich vor allem bei Schmelzverhalten, Benetzung und Prozessführung. Das eutektische Sn63Pb37 schmilzt bei 183 °C ohne Schmelzintervall, während das verbreitete bleifreie SAC305 etwa zwischen 217 und 220 °C schmilzt. Wegen des höheren Schmelzbereichs vieler bleifreier Legierungen ist eine wirksame Wärmeübertragung besonders wichtig. Eine passende Lötspitze, saubere Oberflächen, gute Temperaturregelung und geeignetes Flussmittel sind meist sinnvoller als eine pauschal stark erhöhte Solltemperatur. Zu hohe Temperaturen und lange Kontaktzeiten fördern Oxidation und Spitzenverschleiß.

Der Filterwechsel einer Lötrauchabsaugung richtet sich nach tatsächlicher Belastung und Gerätezustand, nicht nur nach einem festen Kalenderintervall. Beim MG100 und MG140 überwacht die Filteranzeige Laufzeit und Absaugleistung. Eine Warnung weist darauf hin, dass die empfohlene Standzeit erreicht ist oder der Volumenstrom nicht mehr ausreicht. Prüfen Sie zuerst Düse, Absaugarm und Schlauch auf Ablagerungen oder Verstopfungen. Für den Hauptfilter des MG140 gelten in der Elektronikfertigung rund 1.500 Betriebsstunden als Richtwert; für zuverlässige Gasabscheidung sollte er mindestens jährlich ersetzt werden.

Lötrauch kann Augen und Atemwege belasten, weil er feine Partikel sowie gas- und dampfförmige Reaktions- und Zersetzungsprodukte enthält. Die Zusammensetzung hängt von Lot, Flussmittel, Werkstück, Temperatur und Lötdauer ab. Besonders Rauch aus erhitzten Flussmitteln kann reizen; kolophoniumhaltige Bestandteile können sensibilisieren und berufsbedingtes Asthma auslösen. Auch beim bleifreien Löten entstehen Flussmittel-Zersetzungsprodukte und sehr kleine Partikel. Lötrauch sollte deshalb direkt an der Entstehungsstelle abgesaugt werden. Unnötig hohe Temperaturen sind zu vermeiden, Absaugung und Filter regelmäßig zu warten.

Lötrauch sollte möglichst direkt an der Lötstelle abgesaugt werden, bevor er in den Atembereich gelangt oder sich im Raum verteilt. Positionieren Sie Absaugarm oder Düse so nah wie sinnvoll an der Entstehungsstelle, ohne Sicht und Handführung zu behindern. Für einzelne oder zwei Handlötplätze eignen sich die mobilen Filtersysteme MG100 und MG140, die Partikel und Gase filtern und den Filterzustand überwachen. Wenn eine punktuelle Erfassung nicht ausreicht oder ein größerer Arbeitsbereich abgeschirmt werden soll, kann das CBC mit Luftvorhang eingesetzt werden.

Vorheizung, Entlöttechnik oder Heißluft-Rework werden je nach Baugruppe und Lötaufgabe eingesetzt. Vorheizung hilft bei großen, mehrlagigen oder kupferreichen Leiterplatten, die der Lötstelle viel Wärme entziehen. Vakuum-Entlöttechnik eignet sich vor allem für THT-Anschlüsse und durchkontaktierte Bohrungen; für mehrlagige Leiterplatten kann beispielsweise der FR-410, bei besonders hoher thermischer Masse der FR-400 eingesetzt werden. Heißluft-Rework ist für SMD-Gehäuse mit vielen oder verdeckten Anschlüssen geeignet. Bei anspruchsvollen Reparaturen lassen sich diese Verfahren miteinander kombinieren.

Ein professioneller Handlötarbeitsplatz benötigt vor allem stabile Wärmeübertragung, ESD-Schutz, wirksame Lötrauchabsaugung und eine ergonomisch eingerichtete Arbeitszone. Station, Handstück und Lötspitze müssen zur jeweiligen Aufgabe passen. Eine ableitfähige Arbeitsfläche, Personenerdung und ein gemeinsamer Erdungspunkt schützen empfindliche Baugruppen; die Absaugung sollte Lötrauch möglichst direkt an der Entstehungsstelle erfassen. Für reproduzierbare Abläufe sind außerdem Temperaturkontrolle, Temperaturvoreinstellungen, Bediensperren, Bereitschaftsbetrieb und automatische Abschaltung sinnvoll. Regelmäßige Prüfungen von Spitzentemperatur, ESD-Verbindungen, Absaugleistung und Filterzustand sichern die Funktion dauerhaft.

Ja. Firmenkunden können professionelle HAKKO-Geräte grundsätzlich vier Wochen kostenfrei testen. So lässt sich die passende Kombination aus Station, Handstück, Lötspitze oder Düse direkt mit den eigenen Baugruppen und unter realen Arbeitsbedingungen beurteilen. Auf Wunsch verbinden wir den Test mit einem Besuch bei Ihnen vor Ort. Dabei unterstützen wir bei Auswahl, Einrichtung und ersten Probelötungen und stimmen die wichtigsten Parameter gemeinsam auf Ihre Anwendung ab. Nennen Sie uns dafür das gewünschte Gerät, Ihre Anwendung, den Einsatzort und den bevorzugten Zeitraum. Wir klären anschließend Verfügbarkeit, Zubehör, Versand beziehungsweise Übergabe und den genauen Ablauf des vierwöchigen Tests.

Die Verbindung zwischen kompatibler HAKKO-Station und PC erfolgt über USB. Je nach Gerät stellt die HAKKO Control Software Solltemperatur, Temperaturvoreinstellungen, Korrekturwert beziehungsweise Offset, Geräte-ID, aktuelle Spitzentemperatur und Betriebszustände bereit. Bei mehrkanaligen Stationen werden die Daten dem jeweiligen Kanal zugeordnet. Parametersätze und Temperaturverläufe können als CSV-Dateien gespeichert werden. Kalibrierprotokolle enthalten je nach Modell unter anderem Datum, Gerät, Handstück, Soll- und Messwerte sowie Offsetwerte. Kompatible Temperaturmessgeräte können Messwerte zusätzlich per Infrarot an die Station übertragen